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Meta Ads oder Google Ads: womit anfangen?

Kurz gesagt

Für Kapitalanlage-Immobilien beginnt man mit Meta, nicht mit Google. Google bedient bestehende Nachfrage und kostet im Immobilienbereich rund 102 Dollar pro Lead, Meta erreicht latente Nachfrage für etwa 55 Dollar. Meta liefert damit günstiger, in größerer Menge und unabhängig vom Suchvolumen der Region. Google folgt später für Markensuche und Retargeting.

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Sollen wir nicht lieber Google machen, da suchen die Leute doch aktiv? Die Antwort ist nicht ideologisch, sondern eine Frage der Reihenfolge und der Zahlen.

Was die Kanäle unterscheidet

Google bedient bestehende Nachfrage. Wer „Eigentumswohnung Leipzig kaufen“ tippt, hat sich bereits entschieden, sucht nur noch das Objekt, und vergleicht in diesem Moment mehrere Anbieter gleichzeitig.

Meta bedient latente Nachfrage. Da sucht niemand. Dort trifft dein Beitrag jemanden, der über Altersvorsorge nachdenkt, ohne schon zu wissen, dass eine Kapitalanlage-Immobilie eine Option wäre.

Fürs Kerngeschäft eines Beraters ist der zweite Fall der wertvollere: Du bist der Erste im Gespräch, nicht der Dritte im Vergleich.

Die Kostenseite

Branchen-Benchmarks für 2026 zeigen ein deutliches Bild. Über alle Branchen hinweg liefert Meta rund 23 % niedrigere Kosten pro Lead als Google Ads. Im Immobilienbereich ist der Abstand größer:

  • Google Ads, Immobilien: rund 102 $ pro Lead
  • Meta Ads, Immobilien: etwa 55 $ pro Lead
  • Google Ads, Finanzdienstleistung: rund 100 $ pro Lead

Der Grund liegt im Auktionsmodell. Auf Google bieten alle auf dieselben wenigen kaufkräftigen Suchbegriffe, Makler, Bauträger, Portale, Finanzierungsvermittler. Der Preis ist das Ergebnis dieser Knappheit. Auf Meta zahlst du für Aufmerksamkeit in einem ungleich größeren Inventar.

Benchmarks sind Durchschnitte über viele Konten und Märkte. Deine tatsächlichen Kosten hängen von Region, Objektpreis und Creative ab, die Größenordnung stimmt trotzdem.

Was wir in der Praxis sehen

Zwei Beobachtungen aus unseren laufenden Kampagnen, die über den reinen Preis hinausgehen:

Die Menschen sind interessierter. Wer sich über Meta bewirbt, hat sich ein Video angesehen, eine Erklärung gelesen und danach ein Formular mit mehreren Fragen ausgefüllt. Das ist eine höhere Hürde als ein Klick auf das erste Suchergebnis, und sie filtert genau die heraus, die eigentlich nur schauen wollten.

Die Menge stimmt. Auf Google ist die Zahl der monatlichen Suchanfragen für „Kapitalanlage Immobilie + Stadt“ begrenzt. Ist sie ausgeschöpft, kannst du Budget nachlegen, ohne dass mehr passiert. Auf Meta lässt sich die Zielgruppe deutlich weiter aufziehen, du bist nicht vom Suchvolumen deiner Region abhängig.

Google liefert dir die Leute, die schon suchen. Meta liefert dir die Leute, die noch niemand gefragt hat.

Wo Google seine Berechtigung hat

Das heißt nicht, dass Google keinen Platz hätte. Es ist nur selten der richtige erste Kanal:

  • Markensuche, wenn Leute deinen Namen googeln, sollte dein Ergebnis oben stehen. Das ist günstig und fast immer sinnvoll.
  • Sehr spezifische Absichten wie „Denkmalschutz Abschreibung Berater“, geringes Volumen, aber hohe Qualität.
  • Retargeting im Displaynetzwerk, wenn genug Traffic da ist, um Zielgruppen zu füllen.

Alle drei setzen voraus, dass bereits Nachfrage existiert, entweder nach deiner Marke oder nach einem eng gefassten Thema. Am Anfang ist beides selten der Fall.

Unsere Reihenfolge

Bau das Kerngeschäft mit Meta-Leads auf. Dort bekommst du am schnellsten genug Termine, um zu lernen, was in deinem Markt funktioniert: welche Objekte ziehen, welche Einwände kommen, wie deine Abschlussquote wirklich aussieht.

Wenn dieser Motor läuft und planbar Termine liefert, ist die Marketingwelt dahinter groß: Google für die Markensuche, Retargeting, Newsletter, Empfehlungsprogramme, YouTube, Kooperationen. All das rechnet sich leichter, wenn ein funktionierendes Kerngeschäft es trägt, und ist schwer aufzubauen, solange es das nicht gibt.

Fazit

Es ist keine Entweder-oder-Frage, sondern eine der Reihenfolge. Meta zuerst, weil es schneller, günstiger und skalierbarer Termine liefert. Alles Weitere danach, auf einem Fundament, das bereits trägt.

Wie du die Kosten pro Abschluss statt pro Lead rechnest, steht hier.